Gründung des Wissenschaftlichen Beirats

Am 17. April 2015 hat sich der Wissenschaftliche Beirat der Forschungsstelle NS-Pädagogik gegründet. Der Beirat gewährt neben der wissenschaftlichen Diskussion und Vernetzung auch Hilfe bei der Festigung der Forschungsstelle in der Goethe-Universität, Unterstützung der aktuellen Anträge durch Beratung, Interaktion in der laufenden Arbeit, Intervention in der Öffentlichkeit.
Ihm gehören folgende Mitglieder an:

  • Prof. Dr. Micha Brumlik (Humboldt Universität Berlin)
  • Prof. Dr. Jürgen Oelkers (Universität Zürich)
  • Prof. Dr. Werner Konitzer (Fritz Bauer Institut – Goethe-Universität)
  • Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber (Sigmund-Freud-Institut)
  • Prof. Dr. Astrid Messerschmidt (PH Karlsruhe / TU Darmstadt)
  • Prof. Dr. Sabine Andresen (Goethe-Universität)
  • Dr. Steffen Bruendel (Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Goethe-Universität)
  • Dr. Manfred Wittmeier (Goethe-Universität)

Die Gründung erfolgte im Anschluss an die angeregten gemeinsamen Diskussionen im Rahmen der Tagung „Historische Bildungsforschung zur NS-Zeit und die Arbeit der Forschungsstelle NS-Pädagogik“.

Neuerscheinung

Benjamin Ortmeyer/Katharina Rhein:
NS-Propaganda gegen die Arbeiterbewegung 1933–1945. Imitation und Indoktrination

Beltz Juventa-Verlag: Weinheim und Basel 2015.
244 Seiten, 19,95 €

»Die NS-Propaganda gegen die Arbeiterbewegung arbeitete mit Hetze und Imitation – gerade, um Jugendliche zu beeinflussen. Das Feindbild basierte dabei in der Regel auch auf Antisemitismus. Hetze einerseits und Lob auf die „guten Deutschen“ bestimmte die Propaganda.
Wie erfolgte die NS-Propaganda gegen die Arbeiterbewegung gegenüber Jugendlichen? Insbesondere dieser Frage widmet sich die Studie „NS-Propaganda gegen die Arbeiterbewegung 1933–1945“. Deutlich wird, dass einerseits gegen die Gegner des NS-Regimes gehetzt und andererseits ihre Darstellungsform imitiert wurde. Die Propaganda gegen die Arbeiterbewegung war außerdem eng mit der Judenfeindschaft verbunden – sei es, dass Juden als Anstifter der Arbeiterbewegung galten, oder dass sich die NS-Bewegung als antikapitalistisch gegen angebliches jüdisches Finanzkapitel inszenierte. Den Feindbildern wurden dabei immer das nationalistische deutsche Selbstbild und die Einheit der „deutschen Volksgemeinschaft“ als positiv gegenübergestellt.«
(Beltz-Verlag)

Fachtagung der Forschungsstelle NS-Pädagogik

Anlässlich der Konstituierung des Wissenschaftlichen Beirats der Forschungsstelle NS-Pädagogik wird am 17. April eine Tagung zur Lage der historischen Bildungsforschung nach 1945 stattfinden. Außerdem wird die Forschungsarbeit der Forschungsstelle vorgestellt und diskutiert.
Download: Einladung und Programm.
17. April 2015, 10.30-16.00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, PA Gebäude, P 20