FR: „Die GEW hat Renazifizierung betrieben“, 11.10.2016

Martín Steinhagen hat für die Frankfurter Rundschau mit Saskia Müller und Benjamin Ortmeyer ein Interview über ihre Forschung zum NSLB und dem Umgang der GEW mit ihrer Vergangenheit geführt.

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Neuerscheinungen

Saskia Müller und Benjamin Ortmeyer:
Die ideologische Ausrichtung der Lehrkräfte 1933–1945
Herrenmenschentum, Rassismus und Judenfeindschaft des Nationalsozialistischen Lehrerbundes. Eine dokumentarische Analyse des Zentralorgans des NSLB.
Beltz Juventa-Verlag: Weinheim und Basel 2016.
206 S., 19,95 €.
»Der Nationalsozialistische Lehrerbund hatte 97 % der Pädagoginnen und Pädagogen organisiert. Ein Drittel davon waren NSDAP-Mitglieder. Dennoch hält sich die Verharmlosung des NSLB auch in der Erziehungswissenschaft immer noch hartnäckig. Die vorliegende Studie weist anhand der Analyse des Zentralorgans des NSLB nach, dass und inwiefern der NSLB eben nicht eine harmlose Berufsorganisation war, sondern dass er seit 1933 fester Bestandteil des verbrecherischen NS-Systems war. Der Verband war Teil des Nazi-Regimes, das die Hetze, Rassismus und Judenfeindschaft des NSLB zur Vorbereitung und als Begleitung der realen Mordprogramme durchaus benötigte.«
(Beltz-Verlag)

Benjamin Ortmeyer:
NS-Ideologie im Wissenschaftsjargon. Teil I-III.
Protagoras Academicus: Frankfurt am Main 2016.

  • Teil I: Rassismus und Judenfeindschaft in der NSLB-Zeitschrift »Deutsches/Nationalsozialistisches Bildungswesen« 1933–1943. 296 Seiten, 24,80 Euro.
  • Teil II: Rassismus und Judenfeindschaft in der Zeitschrift »Volk im Werden« 1933–1944 (Ernst Krieck). 394 Seiten, 34,80 Euro.
  • Teil III: Rassismus und Judenfeindschaft in der Zeitschrift »Weltanschauung und Schule« 1936–1944 (Alfred Baeumler). 266 Seiten, 24,80 Euro.