Veranstaltungen im Juni 2019

Gerade zurück vom Vortrag und dem Workshop letzte Woche auf der Tagung Forum Kritisch-Politische-Bildung finden diese Woche und nächste Woche schon die beiden letzten Veranstaltungen der Filmreihe „Revision. Rom*nja-Bürgerrechtsbewegung und Kämpfe gegen Antiziganismus“ statt!

Der vorangegangene Film der Veranstaltungsreihe der Kinothek Asta Nielsen e.V. in Kooperation mit Mal Seh’n Kino, Nitribitt – Frankfurter Ökonomien, Förderverein Roma e.V., Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Offenes Haus der Kulturen e.V., Pupille – Kino in der Uni und RomaTrial e.V. war vorletzte Woche „JUDGMENT IN HUNGARY“ mit anschließendem Gespräch von Ece Kaya mit der Regisseurin des Films Eszter Hajdú und NSU Watch Hessen.

Diese Woche werden „IO, LA MIA FAMIGLIA ROM E WOODY ALLEN“ und „PAGES OF MY BOOK“ und nächste Woche „Revision“ gezeigt.
Alle Infos bei der Kinothek Asta Nielsen

 
MITTWOCH, 5. JUNI, 20 UHR, MAL SEH’N KINO:

Io, la mia famiglia Rom e Woody Allen
„Ich bin in Italien geboren, ich habe einen italienischen Personalausweis und einen bosnischen Reisepass. Aber meine Identität ist eine andere: Ich bin Romni.“ Laura Halilović beschreibt in ihrem Debütfilm die Geschichte, Träume und den Alltag ihrer Familie: Ihre Eltern haben einen Teil ihres Lebens zwischen Italien und Jugoslawien pendelnd verbracht. Das Leben im Wohnwagen haben sie aufgegeben und wohnen seit zehn Jahren in einer Mietwohnung in Norditalien; ein Teil der Verwandtschaft versucht, weiterhin in einer Wohnwagensiedlungen zu leben, errichtet auf einem gekauften Stück Land. Doch die lokalen Behörden gehen repressiv gegen die Siedlung vor.
Halilović erzählt mit Videoaufnahmen und Fotografien aus dem Familienarchiv sowie aktuellen Interviews eine Coming-of-Age-Geschichte zwischen rassistischer Ablehnung und unbeschwertem Alltag, zwischen Tradition und dem Wunsch nach einem eigenen Weg.

Pages of my book
Die bulgarische Romni Galya Stoyanova äußert in diesem Kurzfilm ihre tiefsten Unsicherheiten, Ängste und Hoffnungen durch die kraftvolle, aber oberflächliche Darstellung, wie andere uns, die Rom*nja, wahrnehmen. Am Ende überwiegt die Selbstakzeptanz der Kultur, der Vielfalt und der einen Sache, die wir nicht ändern können – unsere Herkunft.

Anschließend Gespräch mit Galya Stoyanova (Fotografin, Filmemacherin, Aktivistin), Moderation Gaby Babić (Kinothek Asta Nielsen). Die Veranstaltung auf Facebook

 
DONNERSTAG, 13. JUNI, 20.15 UHR, PUPILLE – KINO IN DER UNI:

Revision
Am 29. Juni 1992 entdeckt ein Bauer zwei Körper in einem Getreidefeld in Mecklenburg-Vorpommern. Ermittlungen ergeben, dass es sich bei den Toten um rumänische Staatsbürger handelt. Sie werden bei dem Versuch, die europäische Außengrenze zu überschreiten, von Jägern erschossen. Diese geben an, die Menschen mit Wildschweinen verwechselt zu haben. Vier Jahre später beginnt der Prozess. Welcher der Jäger den tödlichen Schuss abgegeben hat, lässt sich nie beweisen. Das Urteil: Freispruch. dpa meldet: „Aus Rumänien ist niemand zur Urteilsverkündung angereist.“ In den Akten stehen die Namen und Adressen von Grigore Velcu und Eudache Calderar. Ihre Familien wussten nicht, dass jemals ein Prozess stattgefunden hat. Mit REVISION wird ein juristisch abgeschlossener Kriminalfall einer filmischen Revision unterzogen, die Orte, Personen und Erinnerungen miteinander verknüpft und ein fragiles Geflecht aus Versionen und Perspektiven einer „europäischen Geschichte“ ergibt.

Anschließend Gespräch mit Silke Huropp und Smaranda Iuonas (Förderverein Roma e.V.), Moderation Gaby Babić (Kinothek Asta Nielsen). Die Veranstaltung auf Facebook

Bild Filmreihe Revision

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