Hessische Lehrerzeitung zur Buchvorstellung „Ideologische Ausrichtung der Lehrkräfte“

Die „Hessische Lehrerzeitung“ berichtet in ihrer Ausgabe 3/2017 über die Buchvorstellung am 25. Januar 2017 an der Universität Frankfurt. Vorgestellt wurde das Buch „Die ideologische Ausrichtung der Lehrkräfte 1933-1945“ von Saskia Müller und Benjamin Ortmeyer.
Zum Bericht „Eine schmerzhafte Debatte: Vortrag zur ideologischen Ausrichtung der Lehrkräfte in der NS-Zeit“ (HLZ 3/2017)

„Berichte gegen Verdrängen und Vergessen“ für alle Frankfurter Schulen – Pressespiegel

Das Buch „Berichte gegen Verdrängen und Vergessen von 100 überlebenden jüdischen Schülerinnen und Schülern über die NS-Zeit in Frankfurt am Main“ (herausgegeben von Benjamin Ortmeyer) wurde 2016 zum vierten Mal aufgelegt und steht nun allen Frankfurter Schulen zur Verfügung.
Ortmeyer und die frühere AG gegen den Antisemitismus der Holbeinschule sammelten für den Band hundert Berichte von jüdischen Schülerinnen und Schülern über ihre Erlebnisse an Frankfurter Schulen in der NS-Zeit.
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Vierter Band erschienen: NS-Ideologie im Wissenschaftsjargon Teil IV, zu „Die Erziehung“

Teil IV: Rassismus und Judenfeindschaft
in der Zeitschrift »Die Erziehung« 1933–1942 (Eduard Spranger)

322 Seiten, Frankfurt am Main 2016, 24,80 Euro, ISBN 978-3-943059-21-2

Die Zeitschrift »Die Erziehung« ist auf das Engste mit dem Namen ihres Herausgebers Eduard Spranger verbunden. Der vorliegende Forschungsbericht analysiert den Inhalt dieser Zeitschrift vor allem in Hinblick auf Varianten des Rassismus und der Judenfeindschaft.

Die Analyse umfasst folgende Themenbereiche:
• Die deutliche Unterstützung der Politik des NS-Staates.
• Die vorgebrachte Definition der »Rasse« durch Körper, Seele und Geist.
• Die Bedeutung der »Rasse« für Psychologie und Pädagogik.
• Die Belebung des Kolonialrassismus und Fragen der »Kolonialpädagogik«.
• Die wohldosierte Judenfeindschaft.
• »Rassenhygiene«, Eugenik und die »Ausmerze eines kranken Nachwuchses«.

Damit wird ein Beitrag geleistet, um Variationen der Denkfiguren vor allem des Rassismus, aber auch der Judenfeindschaft festzustellen, die – trotz einiger Widersprüche zu anderen NS-Pädagogen – auf dem Bündnis der sich geisteswissenschaftlich verstehenden deutschnationalen »Stahlhelm-Pädagogik« mit dem NS-Staat beruhen.

In diesem Band wird außerdem systematisch auf Hans Wenke, den späteren Schriftleiter und schließlich Mitherausgeber der Zeitschrift »Die Erziehung« eingegangen, da er für die regelmäßig erscheinenden Berichte über »Die pädagogische Lage in Deutschland« verantwortlich zeichnet.

Details zu allen Bänden der Reihe „NS-Ideologie im Wissenschaftsjargon“

Buchvorstellung: Die ideologische Ausrichtung der Lehrkräfte 1933–1945

Saskia Müller und Prof. Dr. Benjamin Ortmeyer stellen ihr neuerschienenes Buch „Die ideologische Ausrichtung der Lehrkräfte 1933–1945. Herrenmenschentum, Rassismus und Judenfeindschaft des Nationalsozialistischen Lehrerbundes“.

Im Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB) waren 97 Prozent der Pädagoginnen und Pädagogen organisiert. Ein Drittel davon waren NSDAP-Mitglieder. Dennoch hält sich die Verharmlosung des NSLB auch in der Erziehungswissenschaft immer noch hartnäckig. Die vorliegende Studie weist anhand der Analyse des Zentralorgans des Lehrerbundes nach, dass der NSLB keine harmlose Berufsorganisation war, sondern seit 1933 einen festen Bestandteil des verbrecherischen NS-Systems bildete, das dessen Hetze, Rassismus und Judenfeindschaft zur Vorbereitung und als Begleitung der realen Mordprogramme durchaus benötigte.

Downloads: Einladung und Präsentation als pdf.

Mittwoch, 25. Januar 2017, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1, IG Farben-Haus, Raum 311

HLZ: Über historische Verantwortung / Der Mantel des Verdrängens…, 12/2016

Bernhard Nette und Stefan Romey haben für die Zeitschrift der GEW Hamburg eine Rezension zu „Die ideologische Ausrichtung der Lehrkräfte 1933-1945“ verfasst. Die Redaktion dokumentiert außerdem die Debatte um das Verhältnis zur Vergangenheit der GEW und insbesondere zu dem Haus „Ro19“.

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